Aktuelles

Der Patras-Stand nimmt Abschied – nach rund 60 Jahren!

Der Patras-Stand nimmt Abschied – nach rund 60 Jahren!

Die Patrasser haben am Weihnachtsbasar Athen 2022 zum letzten Mal teilgenommen.

Natürlicher Weggang, Krankheit und Mangel an Interessenten aus Zeitgründen hat unseren Handarbeitskreis so verkleinert, dass wir wenigen uns entschieden haben, unseren Stand aufzugeben. Die Artikel, die noch hergestellt werden, spenden wir ab jetzt dem Handarbeitsstand bei unseren Basarbesuchen.

Eine kurze Beschreibung der Entstehung unserer Strickrunde, wie wir genannt wurden:

In den 60er-Jahren kam ein ganzer Schwung junger deutscher Frauen, die fast alle mit Griechen verheiratet waren, nach Patras. Der Treffpunkt der Frauen war das Goethe-Institut in Patras (Bibliothek, Veranstaltungen usw.). Es bildete sich eine Gruppe, die sich regelmäßig einmal die Woche in verschiedenen Häusern zu Kaffee und Kuchen traf. Auch ältere Frauen, die schon länger in Patras lebten, nahmen an diesen Treffen teil.

Der Austausch von Erfahrungen, Hilfestellungen beim Einleben in Griechenland – Familie, Gesellschaft, Schule – war für alle sehr wichtig. Hier erfuhren wir auch vom Bestehen des Basars in der Deutschen Schule Athen, den die evangelische Kirche ins Leben gerufen hat. Wir nahmen Kontakt auf, und der jeweils amtierende Pfarrer besuchte uns zur Einladung. Die Gottesdienste mit anschließender gemütlicher Runde sind unvergessliche Erinnerungen. Wir beschlossen, beim Basar mitzuhelfen, und meldeten uns beim Basarkomitee an.

Standverantwortliche wurde Frau Renate Politis, die das Herz dieser Strickrunde ist. Mit Handarbeiten, Stricken, Sticken, Basteln und Aufkäufen von Resten deutscher Weihnachtsmärkte schmückten wir den Patras-Stand. Beliebt waren unsere Schlangen als Windschutz und Spielzeug.

Unsere Anreisen nach Athen waren anfangs abenteuerlich: Entweder reisten wir mit dem Zug – mit sehr langer Reisedauer –, dann nahmen wir die S-Bahn, um anschließend zu Fuß über das Olympia-Gelände zur Deutschen Schule zu gelangen. Es war eine ziemliche Plackerei mit dem vielen Gepäck, aber wir waren jung und voller Vorfreude. Mit dem Bus und anschließendem Taxi sind wir viele Jahre gefahren. In Athen angekommen, gerieten wir oft in Staus, mit dem Ergebnis, verspätet zum Basaraufbau anzukommen. In den letzten Jahren hatten wir das Glück, dass sich Autofahrer fanden, die uns mit dem Gepäck mitnehmen konnten.

Gewohnt haben wir oft bei Freunden, die zeitweise beruflich in Athen arbeiteten. Auch Studenten, die wir kannten und deren Unterkunft gerade frei war, haben uns beherbergt. Einige Jahre wohnten wir in Hotels, bis sich die Gelegenheit bot, im Gemeindehaus der Ev. Kirche unterzukommen, wenn Zimmer frei waren.

Der Basar war und bleibt den Patrassern jedes Jahr ein beliebter Treffpunkt mit Freunden und Verwandten aus Athen. Wir werden ihn weiterhin zum Einkaufen, zum Besuch der Veranstaltungen, zu frohen Gesprächsrunden und zum Genuss heimatlichen Essens nutzen.

Auf ein gesundes Wiedersehen als Besucher zum Weihnachtsbasar grüßen Sie herzlichst Ihre Patrasser!

Christina Kapotas

Quelle: Gemeindebrief Nr. 144 der Ev. Kirche Deutscher Sprache, Gemeinde Athen.

← Zurück zu Aktuelles

Werden Sie Teil davon

Der Basar lebt von Menschen, die anpacken und unterstützen. Es gibt viele Wege zu helfen.

Ehrenamtlich mitmachen

Bringen Sie Ihre Talente und Ideen ein – ob ein paar Stunden oder das ganze Wochenende.

Ehrenamtlich mitmachen ↗

Sponsor werden

Unterstützen Sie uns mit Produkten, Tombola-Preisen, Dienstleistungen oder einer Spende.

Sponsor werden